Charlotte Hug

Charlotte Hug  

Musikerin (Viola & Stimme, Elektronik), Komponistin, Medienkünstlerin, Zeichnerin,
geboren in Zürich 1965. Sie lebt in Zürich und unterwegs.

Nach Studienabschlüssen in Bildender Kunst und Musik, erhielt sie diverse Auszeichnungen und Kompositionsaufträge (von Solo- bis Orchesterwerke u.a. von Pro Helvetia, Lucerne Festival etc.) Sie war “artist in residence” in London, Paris, Cork Kulturhauptstadt 05, Berlin und wurde mit dem Kompositionspreis 06 der Stadt Zürich ausgezeichnet. 2011 ist sie „artiste étoile“ beim Lucerne Festival.

Bekannt sind ihre solo Performances an speziellen Orten, z.B. im Stollen des Rhônegletschers, im unterirdischen ehemaligen Gefängnis „house of detention“ in London, im halbgesprengten Bunker Humboldthain in Berlin, den heissen, heilenden Quellen in der Bäderstadt Baden oder dem Dockyard in Coph am Atlantischen Ozean in Irland.

Hug sucht nach erweiterten Klangmöglichkeiten und entwickelte unter anderem die Weichbogentechnik,
mit der sie bis achtstimmig auf ihrem Instrument spielen kann.
Ihre Viola, gebaut vom Wiener Geigenbauer J.G. Thir, stammt aus dem Jahr 1763. Ihre Spezialität sind auch Klangmischungen von Bratsche und Stimme. So entsteht  eine unverkennbar eigene Klangsprache.

Im Kunst-,wie im Musikkontext finden ihre Klangzeichnungen, Son-Icons, internationale Beachtung.
Hug komponiert auch mit diesen Klangzeichnungen. Es entstehen Raumpartituren von Solo- bis Orchesterwerke. Einzelausstellungen u.a. in der Cité internationale des Arts Paris, der Gallery Corbett vs Dempsey Chicago, im Kunstkeller Bern, Swissnex San Francisco, dem Sirius Arts Centre Cobh Cork Irland und dem  
Kunstmuseum Luzern.

Ihre rege Konzerttätigkeit als Solistin, Komponistin oder Dirigentin ihrer eigenen Werke führt sie an massgebliche Festivals in Europa, Nord- und Lateinamerika sowie Kanada. Umfangreiche Diskographie bei internationalen Labels.

Zusammenarbeit u.a. mit dem Photographen und Filmemacher Alberto Venzago, dem Theater- und Opern-Regisseur Jossi Wieler, Konzerte mit Freier- sowie Konzeptimprovisation u.a. mit Joan Jeanrenaud, Maggie Nicols, Barry Guy, Phil Minton, Larry Ochs, Elliott Sharp etc.

Hug gibt Lectures, Seminare oder Masterclasses u.a. an der ETH Zürich, der MC Gill University Montréal, der University of British Columbia Vancouver und Victoria sowie dem CNMAT der University of California Berkeley.
Seit 2008 ist sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste. www.charlottehug.ch

„by reinterpreting her own drawings “Son-Icons” made on site – with extraordinary results.
So far the sonic potential of the viola has remained unexplored. Not any more.”
DAN WARBURTON – PARISTRANSATLANTIC

Diskographie (Auswahl aus über 30 CD-Produktionen von Eigenkompositionen und improvisierter Musik
auf internationalen Labels.

Slipway to Galaxies Charlotte Hug, Viola & Stimme solo  (2011) Irland – Schweiz EMAMEM 5018 / London
Fine extensions Hug & Lonberg-Holm – (2010) / Chicago - Zürich EMANEM 5012 / London
Gocce stellari – Wachsmann, Hug, Mattos, Edwards (2009) / London EMANEM 5006 / London
Pi:k – Sharp & Hug (2008) / New York - Zürich EMANEM 4143 / London
Neuland – Viola solo (2003/ London - Zürich ) EMANEM 4085 / London
Transitions – Nicols, Kraabel, Hug (2002) EMANEM 4068 / London

MauerrauM WandrauM – Viola solo & Electronics (1999) CD STV002 / Schweiz

Bio (pdf)