Charlotte Hug

Charlotte Hug  

Musikerin (Viola & Stimme, Elektronik), Komponistin, Medienkünstlerin, Zeichnerin,
geboren in Zürich 1965. Sie lebt in Zürich und unterwegs.

Hug absolvierte ihr Studium in Bildender Kunst und Musik und erhielt diverse Auszeichnungen und Kompositionsaufträge, war “artist in residence” in London, Paris, Cork Kulturhauptstadt 05, Berlin und wurde mit dem Kompositionspreis 06 der Stadt Zürich ausgezeichnet.

Bekannt sind ihre Solo-Performances an speziellen Orten, z.B. im Stollen des Rhônegletschers, dem halbgesprengten Bunker in Berlin Humboldthain, dem house of detention, einem über 250 Jahre alten ehemaligen Gefängnis in London Farringdon, den heissen, heilsamen Schwefelquellen unter den früheren Luxushotels beim Verenahof in der Bäderstadt Baden CH oder dem Dockyard in Coph am Atlantischen Ozean in Irland.

Hug sucht nach einer grösstmöglichen Erweiterung von Spieltechniken und entwickelt unter anderem den “Weichbogen”, mit dem sie bis achtstimmig auf ihrem Instrument spielen kann. Sie spielt eine Viola, gebaut vom Wiener Geigenbauer J.G. Thir im Jahr 1763. Ihre Spezialität sind auch Klangmischungen von Bratsche und Stimme. So entsteht eine unverkennbar eigene Klangsprache.

So far the sonic potential of the viola has remained unexplored. Not any more…” von Dan Warburton - Paristransatlantic

Im Kunst, wie im Musikkontext finden ihre Klangzeichnungen, „Son-Icons“ internationale Beachtung. Hug komponiert auch mit graphischen Musiknotationen. So entstehen Raum - und Videopartituren für Solisten bis Orchester. Meist dirigiert sie ihre Orchesterwerke selber mit der Dirigiersprache, basierend auf Butch Morris, die sie im London Improvisers Orchestra erlernt und selber weiter entwickelt hat.

Charlotte Hug ist Mitglied des "London Improvisers Orchestras", gründete das “Stellari String Quartet”, ein Streichquartett mit den britischen Meistern der freien Improvisation: Philipp Wachsmann, Marcio Mattos und John Edwards. Zusammenarbeit mit Komponisten des ICST’s Institute for Computermusic and Sound Technology, Martin Neukom, José López Montes oder dem Photographen und Filmemacher Alberto Venzago sowie mit dem Theater- und Opern-Regisseur Jossi Wieler. Konzerte mit Freier- sowie Konzeptimprovisation u.a. mit Joan Jeanrenaud, Maggie Nicols, Barry Guy, Phil Minton, Larry Ochs, Evan Parker, Elliott Sharp etc. Sie hat eine umfassende Diskographie eingespielt. 

Hug gibt Lectures und Masterclasses für Improvisation, szenische Musik & Performance, graphische Notationen und Rauminstallationen z.B. an der MC Gill University Montreal, ETH Zürich, der Hochschule für Gestaltung & Kunst Basel, der University of British Columbia Vancouver und Victoria sowie dem CNMAT Center for New Music and Audio Technologies at the UC Berkeley. Seit 2008 ist sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste.

Nebst internationaler Ausstellungstätigkeit, führt sie ihre rege Konzerttätigkeit als Solistin, Komponistin oder
Dirigentin ihrer eigenen Werke an massgebliche Festivals in Europa, USA und Kanada.

Bio kurz (pdf)
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