Artistic statements |
||||
|
||||
Meine Arbeit ist im Spannungsfeld von Körper, Klang, Zeichnung sowie Innen- und Aussenräumen angesiedelt. Beim Zeichen singen meine Stifte - sie setzten die Linien im Jetzt aufs Papier - wie ein gesungenes Lied, wie improvisierte Musik. Dem musikalischen Impuls gebe ich durch den Körper, der Zeichengeste, eine sichtbare Form. Auch die Viola hat einen Resonanzkörper, reagiert auf Berührung, Spannung, Entspannung. Mischungen von Bratschenklängen und Stimme ergeben eine dritte Klangqualität. Der Körperlichkeit der Viola setze ich meine eigene entgegen und lass mich auf diese Interaktion ein. So entwickle ich neue Spieltechniken und Klangmischungen, horche in mein Instrument hinein, bis in seine verborgensten mikrotonalen und vielfältigsten Innen- und Aussenwelten. Durch einen wechselseitigen musikalisch-visuellen Prozess entwickle ich meine Musik. Ich höre meine Improvisationen innerlich und zeichne diese auf. Diese "Son-Icons", wie ich diese fast seismographischen Graphitzeichnungen nenne, sind wiederum visuelle Impulse, die in Musik umgesetzt werden. Die graphischen Aufzeichnungen werden zu begehbaren Installationen und "Raum-Partituren" erweitert. Durch das Eintreten und sich bewegen in der Raum-Partitur, werden immer neue "sonic views" möglich. Siehe auch Son-Icons - visual music Ich entwickelte die Technik des "Weichbogens" mit der ich ohne Elektronik vier- bis achtstimmig spielen kann. Durch das Benetzen der Bogenhaare mit Wasser werden mit dem "Wetbow" wieder andere Klangspektren möglich und mit gedrehten Haaren, dem "Twistbow", entstehen Klänge, die elektronischen Sounds zum Verwechseln ähnlich sind. Auch die Son-Icons werden teils vom Wasser überflutet,verwaschen und verändert. |
||||
|
||||